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Samstag, 13. Februar


Orgelkurs
mit Léon Berben


9.00–16.00 Uhr

Ort:
St.Mangen



Jan Pieterszoon Sweelinck (1561–1621) hatte einen enormen Einfluss auf die nachfolgenden Generationen und wurde von seinen Zeitgenossen sehr geschätzt. Er hatte eine grosse Zahl von Schülern, seine Musik wurde eifrig kopiert. Nicht umsonst wurde er als «Hamburger Organistenmacher» bezeichnet. Sweelinck-Schüler wie Heinrich Scheidemann (1595–1663), Jacob Praetorius (1586–1651) und Johann Praetorius (1595–1660) bekleideten in Hamburg wichtige Ämter. Organisten der Hamburger Hauptkirchen mussten bei Sweelinck in die Lehre. Anhand der überlieferten Werke Sweelincks und seiner Schüler sowie unter Zuhilfenahme erhaltener Traktate und Lehrwerke der Zeit lässt sich Sweelincks Einfluss auf Stilistik, Ornamentierungs- und Registrierungskunst nachvollziehen und für heutige Interpretinnen und Interpreten im Sinne einer historisch informierten Aufführungspraxis nutzbar machen.


Was Sie erwartet

Der Kurs richtet sich an haupt- und nebenamtlich tätige Organistinnen und Organisten, an Studierende sowie an fortgeschrittene Laien. Er bietet die Gelegenheit, in die musikalische Sprache grosser Komponisten einzutauchen und die spannenden Verbindungen zwischen ihren Werken zu entdecken. Aktive Teilnehmende sind eingeladen, Stücke von Jan Pieterszoon Sweelinck, Heinrich Scheidemann, Johann und Jacob Praetorius und Dietrich Buxtehude vorzubereiten. Für weitere Tipps zum Repertoire und weitere Auskünfte steht Léon Berben gerne zur Verfügung unter E-Mail: leon.berbeniEpiSIdpZlikhUFgooglemail.com.


Über den Dozenten

Léon Berben darf am Cembalo und an der Orgel als Meister seines Fachs gelten. Darüber hinaus weisen ihn umfassende Kenntnisse in Musikgeschichte und historischer Aufführungspraxis als einen der führenden Köpfe seiner Generation in der Szene der «Alten Musik» aus. Sein Repertoire umfasst Clavierwerke zwischen 1550 und 1790. Ferner schrieb er als Co-Autor für die Enzyklopädie «Die Musik in Geschichte und Gegenwart». Intensives Quellenstudium und stete Forschungsarbeit verleihen der Interpretationskunst von Léon Berben einen besonderen Rang. Seine Solo-CD-Aufnahmen auf historischen Orgeln und Cembali wurden von der Fachpresse hoch gelobt und mehrfach ausgezeichnet. Er studierte Orgel und Cembalo in Amsterdam und Den Haag als letzter Schüler von G. Leonhardt sowie bei R. Jiskoot, T. Koopman und T. Mathot und schloss sein Studium mit dem Solistendiplom ab. Er ist als Titularorganist mit der historischen Orgel der St.-Andreas-Kirche in Ostönnen verbunden – nach derzeitigem Forschungsstand eine der ältesten spielbaren Orgeln der Welt (ca. 1425/1586/1721) – und betreut in dieser Funktion auch die dortige Konzertreihe. Er ist Senior Organist in Residence an der Pieterskerk in Leiden (NL) mit der van-Hagerbeer-Orgel von 1643. Seit 2000 war er als Cembalist bei Musica Antiqua Köln (Reinhard Goebel) tätig. In dieser Eigenschaft gastierte er in Europa, Nord- und Südamerika sowie Asien und spielte zahlreiche CDs für Deutsche Grammophon/Archiv Produktion ein. Seit der Auflösung des Ensembles Ende 2006 verfolgt er eine ausgedehnte Solokarriere, die ihn auf renommierte internationale Festivals führt. Er ist Gastdozent für Orgel (Repertoire vor Bach) an der LUCA School of Arts in Leuven (B.).


Kursgebühren

Aktive* Teilnehmende: CHF 100.–
*Mitglieder Kirchenmusikerverband St.Gallen-Appenzell: CHF 80.–
Passive Teilnehmende: CHF 50.–


Anmeldung

bis Samstag, 30. Januar 2027