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Sonntag, 24. Februar

Franziska Kimme ­Bettina ­Messerschmidt Verena Förster

Bach-Schemelli – Geistliche Lieder

Konzert:
17.00 Uhr, Kirche St.Mangen
Konzerteinführung:
Franziska Schnoor
16.00–16.30 Uhr,
Kirchgemeindehaus St.Mangen



Musik von Johann Sebastian Bach Den Hauptteil des Programms bilden zehn Lieder aus dem sogenannten «Schemellischen Gesangbuch», das eine Sammlung von Liedern enthält, die durch die Zusammenarbeit von Georg Christian Schemelli (um 1676–1762, Kantor in Treuenbrietzen und Hofkantor in Zeitz) und J. S. Bach entstand. Die Texte stammen von verschiedenen Dichtern, darunter Paul Gerhardt, Martin Opitz und Erdmann Neumeister, und decken inhaltlich das gesamte Kirchenjahr sowie diverse Teile des Katechismus ab. Die Melodien basieren zum Teil auf Liedern aus älteren Gesangbüchern (z.B. von Johann Crüger), zum Teil sind sie erstmals im «Schemellischen Gesangbuch» belegt und wurden möglicherweise von Bach komponiert, der auch die gesamte Generalbassbegleitung schuf. Das so entstandene «Musicalische Gesang-Buch» erschien 1736 in Leipzig im Druck und war vermutlich als Musik für Haus-Andachten konzipiert.

Neben diesen Liedern werden Werke Bachs erklingen: als Rahmen Präludium und Fuge in C-Dur, BWV 545 für Orgel und zwischen den Liedern Sätze aus Bachsuiten für Violoncello solo.

Die Altistin Franziska Kimme ist geboren und aufgewachsen in Dresden. Sie erhielt ihre musikalische Ausbildung ab dem 6. Lebensjahr (Violin-, Klavier- und Gesangsunterricht). Von 1990–1998 absolvierte sie ein Gesangsstudium bei Hartmut Zabel an der Hochschule für Musik «Carl Maria von Weber» in Dresden. Bei Ingrid Neumann, Ute Niß und Karin Mitscherling setzte sie ihre Ausbildung fort und ist heute freiberuflich tätig.

Die in Basel lebende Cellistin Bettina Messerschmidt hat sich nach Studien und Konzerttätigkeit in Berlin, Schwerin und Frankfurt/Oder seit dem Jahr 2000 vor allem auf die historische barocke Praxis konzentriert. Sie gibt aber auch Solorecitals mit Klavier, in denen Werke des Violoncello-Repertoires bis hin zur Gegenwart erklingen. Aktuell ist sie mit der Realisierung eines CD-Projektes mit Cellokonzerten von Johann Wilhelm Hertel (1727 - 1789) beschäftigt. Bettina Messerschmidt ist Ensemblemitglied des Capriccio Barockorchesters und wirkt seit 2003 in Barockopern am Opernhaus Zürich mit. In der Ostschweiz ist sie vielfältig tätig, u. a. in Projekten der J. S. Bachstiftung St.Gallen sowie der Dommusik St.Gallen. Bettina Messerschmidt unterrichtet am Musikkollegium Romanshorn.

Verena Förster (Orgel) wurde 1969 in München geboren. 1991–97 studierte sie Orgel bei Karl Maureen am Leopold-Mozart-Konservatorium in Augsburg. Es folgte ein Aufbaustudium für Orgel und Cembalo bei Jean-Claude Zehnder an der Schola Cantorum Basiliensis. 1997–2002 studierte sie Musikwissenschaft in München und Basel. Seit 2002 ist sie Organistin in der evang.-ref. Kirchgemeinde St.Gallen Centrum und Dozentin für Orgel und Musiktheorie an der Musikakademie St.Gallen (Kirchenmusikschule EKMS). Sie hält Kurse und Vorträge zu orgelmusikbezogenen Themen, konzertiert in verschiedenen Ländern Europas und spielte sechs CDs ein – die letzte im September 2014 in der Kirche St. Mangen in St.Gallen.