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Schlussbericht 2022 PDF
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Sa/So, 4./5. März


J. S. Bach & Familie –
Orgelmusik der Bach-Dynastie
mit Verena Förster


4. März, 17.00 Uhr
Einführung

5. März, 17.00 Uhr
Konzert

Ort: St.Mangen



Unter den zahlreichen Mitgliedern der Familie Bach befanden sich neben Stadtpfeifern, Stadtmusikdirektoren, Hofmusikern, Kantoren, Streichern und Sängern zahlreiche komponierende Organisten, an deren Werken sich die Entwicklung der mitteldeutschen Orgelmusik vom Frühbarock über den Hochbarock mit Johann Sebastian als Höhepunkt bis hin zur Klassik verfolgen lässt. Einerseits wird hörbar, wer von wem was gelernt hat, und andererseits zeigt sich die von den musikalischen Vorlieben der jeweiligen Zeit geprägte individuelle Klangsprache. Die Musiker-Dynastie der «Bache» ist in diesem Sinne wohl ein einzigartiges Phänomen der Musikgeschichte. Ebenso spannend wie diese Familien­geschichte selbst ist auch der Prozess der Wieder­entdeckung des in diesem Rahmen entstandenen musikalischen Repertoires. Im 19. Jahrhundert noch hatte der auf Johann Sebastian Bach fixierte Genie-Kult den Blick auf das Können seiner zahlreichen Verwandten verstellt. Heute aber, befördert nicht zuletzt durch die «historisierende Aufführungspraxis», erkennen und schätzen wir den reichhaltigen familiären Nährboden, der das Phänomen Johann Sebastian Bach massgeblich befruchtet hat.

Den Rahmen des Programms bilden Präludium und Fuge in Es-Dur von Johann Christoph Bach, das lange Zeit als Werk Johann Sebastians angesehen und vermarktet wurde, und Präludium und Fuge in e-Moll, BWV 548, von Johann Sebastian – zwei kraftvolle Präludien und zwei Fugen, deren Themen von ausdrucksstarker Chromatik geprägt sind. Dazwischen erklingen weitere Präludien und Fugen sowie Choralbearbeitungen von Johann Bernhard, Johann Lorenz, Johann Christoph, Johann Michael, Johann Sebastian, Wilhelm Friedemann und Carl Philipp Emanuel Bach.